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Bier-Windfahne - Pilsen :: Verbindungen schaffen ...

Lese- und Hörprobe

 

Liebe Leserin, lieber Leser,


mit einer kurzen Leseprobe aus der Geschichte „Männerhagel“ möchten wir Sie hier erfreuen.



Zur Handlung:


Fürst Ferdinand von Lobkowicz, der Besitzer des Schlosses Křimice, lud sich ab und an den Pfarrer aus Vejprnice, einem kleinen Dorf westlich von Pilsen, zum Mittagessen ein. Die beiden verstanden sich gut, denn Hochwürden Černý war ein kluger, munterer Mann und wusste den Fürsten bestens zu unterhalten. Gerne erzählte er ihm so manche Anekdote aus dem einfachen Volk und beide Tischgenossen waren Freunde des guten Pilsner Bieres.




„Welch köstliche Geschichte!“, sprach Ferdinand von Lobkowicz lächelnd, erhob sein frisch gefülltes Bierglas und prostete seinem Gegenüber erheitert zu.
Der Pfarrer erwiderte frohgemut und war insgeheim äußerst zufrieden mit sich, dass es ihm wieder einmal gelungen war, seinen Fürsten aufs Beste zu unterhalten. In solch einer ausgelassenen Stimmung wird seine Gnaden gewiss Gehör für sein Ansinnen finden, das er ebenfalls in eine fabelhafte Geschichte verpackt hatte. Denn bereits seit geraumer Zeit wünschte sich Hochwürden für die Kapelle im Schloss Křimice ein Marienbild. Bei Ihrem letzten Gespräch erwähnte der Fürst, dass er sich wunderte, warum im Dorf selbst so wenig schöne Mädchen geboren wurden. Die Bauernmädchen aus der Pilsner Region sind ja durch ihren Reiz bekannt. Nur Křimice hat in dieser Hinsicht kein Glück, ja man müsste schon sagen geradezu Pech. Der Herr Pfarrer, der bereits seit längerer Zeit darüber nachdachte, wie er seine Hoheit dazu bringen könne, ein schönes Bild der Gottesmutter für die Kapelle im Schloss zu spenden, wohin die Bewohner sich zur Heiligen Messe einfanden, kam beim Sinnieren dazu, dass eine geeignete Antwort auf die Frage des Fürsten zur Erfüllung seines Wunsches führen könnte. Daher nutze er die Gunst des Augenblicks und sagte:
„Hochwohlgeboren, bei unserem letzten Treffen bemerktet ihr, dass die Mädchen in Křimice leider keine Schönheiten seien, im Gegensatz zu den holden Maiden in Stadt und Land Pilsen.“
„Wohl war, das Weibsvolk scheint mir geradezu von Gott bestraft zu sein, wenn Ihr mir diese Bemerkung gestattet.“
„Natürlich, Eure Gnaden. Ich selbst bin bei meinem Nachsinnen zu gleichem Schlusse gelangt. Doch habe ich im Göttlichen auch die Lösung dieser Strafe gefunden.“
Erstaunt hob Ferdinand von Lobkowicz seine Brauen und fragte:
„Und diese wäre?“
„Wenn die Bewohner von Křimice etwas Anmutiges vor Augen hätten, würde dies vielleicht helfen.“
„Und woran habt Ihr dabei gedacht?“
„An ein schönes Bild der Heiligen Jungfrau, Eure Gnaden. Ein liebliches Gemälde der Jungfer Maria würde gewiss helfen. Denn durch das Betrachten des holden Antlitzes der Gottesmutter durch die Augen der gläubigen Frauen, würden sich die Züge der Gesichter und ebenso die Gestalten der neugeborenen Töchter des Ortes gewiss verschönern. Die Gebete der Frauen werden im Himmelsreich Gehör finden und Křimice wird mit den allerschönsten Töchtern belohnt.“
Der Fürst sinnierte über diese kluge Rede und nach einer Weile gab er zur Antwort: „Herr Pfarrer, ich muss anerkennen, dass Ihr wohl Recht haben könntet. Gerne werde ich Eurem Wunsch entsprechen und der Kapelle in meinem Schloss ein Bild der Mutter Gottes stiften.“
„Eure Hoheit sind zu großzügig. Gott wird es Euch lohnen.“
„Das hoffe ich wohl und die Mädchen werden mir das Leben ein wenig mehr versüßen.“
„Gewiss sprecht Ihr vom reinen Anblick der Maiden. Mit Naschwerk seid Ihr, dank Eurer Zuckerwerke, großzügig bedacht.“
„Natürlich“, lächelte der Fürst.

Fürst Ferdinand von Lobkowicz kaufte für die Kapelle ein Bild der Heiligen Jungfrau, deren Gesicht sich durch besondere Anmut auszeichnete.




Anmerkung:
Der Wunsch des Pfarrers geht in Erfüllung. Doch hätte Hochwürden Černý geahnt, was dieser selige Wunsch alles mit sich bringen würde. Gewiss hätte er geschwiegen.

 

 

 

Eine Hörprobe aus der Geschichte „Männerhagel“ bieten wir Ihnen in Kürze an.
Bis dahin bitten wir noch um etwas Geduld.

 





Manches Herrliche der Welt
Ist in Krieg und Streit zerronnen.
Wer beschützt und erhält,
Hat das schöne Los gewonnen.

(J. W. v. Goethe)



Das Los unserer gemeinsamen Zukunft soll ein schönes sein.
Unsere Nachbarschaft und Freundschaft beschützen und erhalten, ganz im Sinne Goethes,
dies ist unser Wunsch, aus ganzem Herzen.


Das will DEmspolu und CZusammen erreichen.





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